Das Assessment Center

Wenn man zum Assessment Center eingeladen wird, findet dieses oft in einer Polizeibehörde in der Nähe des Heimatortes statt. Man muss sich auch an diesem Tag wieder einigen Aufgaben stellen.

Das Rollenspiel – Konfliktgespräch

Ein Teil des Tages ist das sogenannte Konfliktgespräch. Dabei spielt der Prüfling einen Polizisten der sich mit einem Kollegen mit einer bestimmten Problematik auseinandersetzen muss. Man bekommt eine relativ kurze Einlesezeit für einen Sachverhalt und muss diesen dann im Rollenspiel darstellen. Ein Sachverhalt kann z. B. sein, dass ein Kollege sehr unangenehm riecht oder sich an den Feiertagen immer frei nimmt. Man muss dieses Thema dann ansprechen und die Prüfer schauen dann auf das Einfühlungsvermögen und auf die Konflikt- und Kompromissfähigkeit des Prüflings. Der Test dauert circa fünf Minuten.

Der Kurzvortrag

Bei dem Kurzvortrag bekommt der Prüfling nach dem Zufallsprinzip zwei aktuelle Themenvorschläge und hat daraufhin circa 15 Minuten Zeit um sich darauf vorzubereiten. Man sollte versuchen zu dem Thema die pro- und contra Argumente herauszuarbeiten und diese miteinander abzuwägen. Es empfiehlt sich der klassische Aufbau mit Einleitung, Argumentation und Schlussfolgerung. Hierbei geht es nicht nur um die inhaltliche Darstellung sondern vielmehr darum wie man sich selbst darstellt oder spricht. Das ganze wird wieder von den Prüfern beobachtet, wobei jeder Prüfer auf einen bestimmten Teilbereich des Vortrages achtet.

Die Postkorbübung

Die Postkorbübung ist ein weiteres Rollenspiel. Dabei wird geprüft, ob der Bewerber auch unter hohem Druck in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen und effizient zu arbeiten.

Der Ablauf ist ungefähr folgender: Der Bewerber versetzt sich in die Lage eines Praktikanten in der Polizeiwache. Zu Verfügung steht ihm ein Notizblock und ein Terminkalender. Nun klingelt bei Ihm immer wieder das Telefon und er muss Termine koordinieren oder Informationen an dritte weiterleiten. Somit also auch selber aktiv die entsprechende Person anrufen und wirklich alle wichtigen Informationen weitergeben. Dazu solltest du dir wirklich alles immer gut notieren.

Oft stehen die Termine die du koordinieren musst auch im Konflikt zueinander und du musst selber Prioritäten setzen oder intelligent und logisch planen.

Um dich zusätzlich unter Stress zu setzen wird dem Bewerber noch ein Heft mit verschiedenen Logikaufgaben wie z. B. Memory oder Matheaufgaben vorgelegt, die er in der Zwischenzeit lösen muss. Dabei kannst du frei entscheiden welche Aufgaben du bearbeitest. Die Gewichtung der Punkte liegt jedoch eher auf der Koordinierung der Termine als auf den Aufgaben in dem Buch.

Du brauchst also nicht alle Aufgaben bearbeiten oder alle Termine perfekt koordinieren um dieses Rollenspiel zu bestehen. Das ist auch kaum möglich. Die Prüfer wollen nur beobachten wie du unter Stress arbeitest.

Das Interview

Bei dem Interview bist du erneut alleine mit den Prüfern in einem Raum und kommst in eine Situation, die mit einem Bewerbungsgespräch vergleichbar ist.

Nun werden dir Fragen gestellt über deinen bisherigen Werdegang, warum du zur Polizei möchtest und ob du dir auch über die Risiken, den Schichtdienst oder dass du versetzt werden kannst im klaren bist. Oft wird auch nach deinen privaten Interessen gefragt oder deine familiäre Situation.

Das Ziel ist es, dass du die Gelegenheit bekommst dich selbst zu präsentieren, deine Motivation herauszufinden aber auch deine Eignung zu überprüfen. Du solltest dich darauf gut vorbereiten damit du in der konkreten Situation nicht zu lange überlegen musst und dadurch unsicher in deiner Berufswahl wirkst.

Fazit

Das Assessment Center im Einstellungstest der Polizei NRW ist grundsätzlich machbar, wenn man authentisch ist, sich gut vorbereitet und sich vor allem im Vorfeld gut mit dem Berufsbild auseinander gesetzt hat. Die Prüfer wollen einem nichts böses und es ist ganz normal, wenn du nervös bist oder aufgeregt. Die Prüfer gehen in der Regel gut auf einen ein und bestehen meistens aus Kollegen, die ebenfalls das Bewerbungsverfahren durchlaufen haben und gut wissen wie du dich fühlst. Dennoch kann es dazu kommen, dass manche Prüfer sehr streng wirken und dir ein nicht so gutes Gefühl vermitteln. Davon sollte man sich jedoch nicht verunsichern lassen, da sie das nur tun um jemanden etwas einzuschüchtern.

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